Venezianische Masken - Herkunft

Venezianische Masken sind vor allem beim Karneval in Venedig, aber sehr oft auch bei uns nicht mehr wegzudenken. Sie sehen sehr geheimnisvoll, gleichzeitig aber stilvoll aus. Doch was jetzt sehr interessant anzuschauen ist, war nicht immer auch so gedacht, denn die venezianischen Masken entstanden eigentlich aus einer gewissen Not heraus.

Venezianische Masken als Symbol von Freiheit

Neben den sehr bekannten bunten Masken wie Colombina, Zanni oder Harlekin, die sehr auffällig sind, gibt es auch "einfache" weiße Masken wie Bauta oder Volto, die von den Männern in Kombination mit einem langen schwarzen Gewand getragen wurden. In der Zeit, in der das Tragen von Schmuck verboten war, versucht man auf diese Art und Weise eine Lockerung und eine gewisse Freiheit für die Menschen zu schaffen.

Herkunft der Zanni

Auffällig ist aber vor allem die so genannte Pestmaske von Medico Della Peste, an der sich eine wirklich lange Nase befindet. Finden kann man diese ebenfalls sehr oft unter den venezianischen Masken. Sie wurde in der Zeit eingeführt, in der die Pest das Land "unter sich begrub". Getragen wurde sie in dieser Zeit von den behandelten Ärzten, damit diese nicht Gefahr liefen, sich anzustecken. Demnach steckt zumindest in dieser venezianischen Maske ein ernsthafter Hintergrund.

Traditionelle venezianische Masken als modernes Medium

In den letzten Jahren haben sich die Masken nicht nur in Venedig, sondern auch in vielen anderen Ländern durchgesetzt. Immer wieder nehmen viele Menschen am so genannten Maskenball teil, denn schließlich lässt sich durch den Einsatz der "Gesichtsverhüllung" eines erreichen. Niemand weiß genau, wen er vor sich hat. So bleibt eine entsprechende Veranstaltung einfach immer spannend und es lohnt sich, eine solche Maske einmal selbst zu testen und zu kaufen.